Geteiltes Echo auf Handelsabkommen
Argentiniens Rindfleischexporteure haben das zwischen den USA und Argentinien geschlossene Handelsabkommen begrüßt, wonach Argentinien künftig 100.000 Tonnen Rindfleisch zollfrei in die USA liefern darf. Dort reagierte man erwartungsgemäß mit Kritik. Handelserleichterungen für die US-Molkereiwirtschaft wurden hingegen begrüßt. Weitere Neuerungen betreffen den Geflügelfleischhandel.

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Das Freihandelsabkommen zwischen Argentinien und den USA verschafft der argentinischen Rindfleischbranche Wachstumsmöglichkeiten im Export, die diese wegen der frisch eingeführten Importrestriktionen der Chinesen gut gebrauchen kann. So haben argentinische Marktbeobachter das Abkommen bewertet, das die Staatspräsidenten der USA und von Argentinien, Donald Trump und Javier Milei, kürzlich unterzeichnet haben.
Demnach darf Argentinien ab dem jetzt laufenden Jahr 100.000 Tonnen Rindfleisch zollfrei in die USA einführen, statt bisher 20.000 Tonnen pro Jahr. Damit haben sich die Wachstumshoffnungen der argentinischen Rindfleischexporteure von China auf die USA verlagert. In der Volksrepublik darf Argentinien ab diesem Jahr zum regulären Zollsatz nur noch 511.000 Tonnen Rindfleisch verkaufen. Das entspricht knapp der Liefermenge im Jahr 2025. Darüber hinaus gehende Mengen werden mit einem Zusatzzoll von 55% belastet.
In den USA macht sich die National Cattlemen’s Beef Association (NCBA) wegen der nun vereinbarten Erhöhung der Liefermengen an Rindfleisch aus Argentinien unterdessen Sorgen wegen einer möglichen Einschleppung von Tierseuchen. Außerdem kritisierte sie das Ziel von Trump, mit dem Ausbau des Imports die massiv gestiegenen Verbraucherpreise für Rindfleisch in den USA absenken zu wollen. Vielmehr sei die heimische Erzeugung zu fördern, etwa durch den Abbau von Überregulierung.
Buenos Aires stimmt Regionalisierung zu
Die US-Molkereiwirtschaft begrüßte derweil das Abkommen, weil mit diesem für die US-Firmen zum Beispiel für bestimmte Käsesorten ein zollfreies Lieferkontingent von insgesamt 1.000 Tonnen eingeführt wird. Daneben hat sich Argentinien verpflichtet, nicht-tarifäre Handelshemmnisse im Handel mit Molkereiprodukten abzuschaffen. Die Vorgaben für Schweine- und Rindfleischlieferungen aus den USA sollen vereinfacht werden. Noch vielversprechender sind die Ankündigungen im Geflügelfleischhandel. So will Argentinien mehr Geflügelfleischimporte aus den USA zulassen und einer Regionalisierung der Geflügelfleischlieferungen im Fall eines Ausbruchs der Vogelgrippe in den USA zustimmen.
Weitere Inhalte des Abkommens betreffen zahlreiche nicht-landwirtschaftliche Aspekte, darunter den Abbau von Barrieren für digitale Dienste und die Gewährleistung von Fairness im Handel mit kritischen Mineralien. AgE
