Jahresumsatz bei „Ohne Gentechnik“-Produkten über der 13-Milliarden-Marke
Der Markt für „Ohne Gentechnik“-Produkte in Deutschland bleibt auch im 13. Jahr auf Erfolgskurs. Allerdings ist er 2021 nach vielen Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten in eine Konsolidierungsphase mit moderaten Zuwächsen getreten. Wie der Verband Lebensmittel ohne Gentechnik (VLOG) mitteilte, belief sich der im vergangenen Jahr erzielte Gesamtumsatz der „Ohne Gentechnik“-Branche auf rund 13,2 Mrd Euro; das waren 4,3 % mehr als 2020.
In den Jahren 2018 und 2019 waren noch Zuwachsraten von 15 % beziehungsweise 12 % erzielt worden. Für 2022 lassen die Prognosen der bisherigen Lizenznehmer vom Februar laut VLOG Erlöse in Höhe von insgesamt 13,7 Mrd Euro erwarten; damit würde der Vorjahreswert um 4,2 % übertroffen. Dem Verband zufolge hat das „Ohne Gentechnik“-Segment bei Milchprodukten, Eiern und Geflügelfleisch inzwischen hohe Anteile erreicht. Großes Potential gebe es aber noch bei Rind- und Schweinefleisch. „Die Zahlen belegen, dass ,Ohne Gentechnik‘-Produkte bei Verbraucherinnen und Verbrauchern nach wie vor hoch im Kurs stehen“, kommentierte VLOG- Geschäftsführer Alexander Hissting. Dies sei auch als Auftrag zu verstehen, das bewährte „Ohne Gentechnik“-Siegel weiter auf Erfolgskurs zu halten. „Dazu dürfen die Gentechnik-Regeln der EU nicht aufgeweicht werden“, warnte Hissting. Das müssten Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir und Bundesumweltministerin Steffi Lemke in Brüssel einfordern. Eine weitere Herausforderung seien derzeit die hohen Futtermittelpreise und Marktunsicherheiten durch den Ukraine-Krieg, beklagte der VLOG-Geschäftsführer. Einige Marktteilnehmer nutzten diese Situation auf unredliche Weise, um die „Ohne Gentechnik“-Kennzeichnung in Frage zu stellen, wie auch andere Umwelt- und Nachhaltigkeitsstandards. Hissting hob hervor, dass die Verfügbarkeit von gentechnikfreiem Eiweißfutter weiter gegeben sei. Deshalb müsse niemand aus dem System aussteigen. AgE

