Landwirtschaftliche Produktionskosten kräftig gestiegen
In der Landwirtschaft Italiens haben die Produktionskosten im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich zugelegt. Das Institut für Markforschung und Marktinformation (ISMEA) in Rom weist hier für Januar bis März dieses Jahres gegenüber dem ersten Quartal 2021 eine Kostensteigerung von 18,4 % aus.
In der Pflanzenproduktion stiegen vor allem die Lohnkosten sowie die Preise für Energie, Dünger und Saatgut. Unter dem Strich ergab sich hier eine Teuerung von 20,4 %. Für die Tierproduktion verzeichnete das ISMEA einen Kostenanstieg von 16,6 %. Hier verteuerten sich unter anderem Zuchttiere um 9,8 % und Futter um 21 %. Unterdessen bezifferte das italienische Statistikamt (Istat) die Teuerungsrate für Lebensmittel im Mai 2022 bezogen auf den Vorjahresmonat auf 7,1%. Das war die höchste Preissteigerung für diese Warengruppe seit 1986, als eine Teuerung von 7,2 % registriert wurde. Nach Einschätzung der italienischen Verbraucherschutzorganisation Assoutenti werden die Familien in diesem Jahr im Vergleich zu 2021 wohl durchschnittlich 565 Euro mehr für Lebensmittel ausgeben müssen. AgE

