Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Schweiz erhält bessere Konditionen

26. November 2025

Aufatmen in der Schweiz. Die USA wollen den länderspezifischen Zusatzzoll von 39 auf 15% absenken. Im Gegenzug werden die Eidgenossen die Einfuhrzölle auf eine Reihe von US-Produkten abbauen. Neben sämtlichen Industrieprodukten und Fischereierzeugnissen sollen „nicht-sensitive Agrarprodukte“ profitieren. Zudem haben die USA Zölle auf einige Lebensmittelimporte aus dem Ausland wieder ausgesetzt, darunter Kaffee und Rindfleisch.

Foto: pixabay

Erleichterung in der Schweizer Landwirtschaft. Die USA haben angekündigt, den länderspezifischen Zusatzzoll für die Schweiz von 39 auf 15% zu begrenzen. Zeitgleich mit der Senkung der US-Zölle werden die Eidgenossen nach Angaben des Bundesamtes für Landwirtschaft (BLW) im Gegenzug die Einfuhrzölle auf eine Reihe von US-Produkten abbauen. Dabei handelt es sich um sämtliche Industrieprodukte, Fisch und Meeresfrüchte sowie aus Sicht der Schweiz „nicht-sensitive Agrarprodukte“.

Für weitere Exportinteressen der USA konnte man sich laut dem Bundesamt auf eine Lösung einigen, welche die agrarpolitischen Interessen der Schweiz berücksichtigt. So gewährt die Schweiz den USA im Rahmen der Übereinkunft zollfreie bilaterale Zollkontingente auf ausgewählte Exportprodukte. Für Rindfleisch gilt ein Umfang von 500 Tonnen, für Bisonfleisch 1.000 Tonnen und für Geflügelfleisch 1.500 Tonnen. Das Datum zur Umsetzung dieser Marktzugangskonzessionen soll zwischen beiden Seiten abgestimmt werden, um eine zeitgleiche Senkung der Zölle sicherzustellen.

In der Absichtserklärung wurde zudem festgehalten, dass Schweizer Unternehmen bis Ende 2028 umgerechnet insgesamt rund 172 Mrd. Euro an Direktinvestitionen in den USA vornehmen werden. Der nun festgelegte Zusatzzoll liegt zwar noch immer deutlich oberhalb des Satzes von durchschnittlich 2%, der vor den US-Erhöhungen galt. Dennoch sind aus Sicht des BLW von der vereinbarten Senkung des Zusatzzolls positive Impulse für die Schweizer Wirtschaft zu erwarten. Zugleich dürfte die bilateralen Handelsbeziehungen stabilisiert werden. AgE

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