Schweiz: Käseexporte erneut ausgebaut
Deutschland war wieder der wichtigste Abnehmer.

Die Schweiz hat im ersten Halbjahr 2026 beim Käseexport deutlich zugelegt. Nach Angaben der TSM Treuhand wurden von Januar bis Juni insgesamt 38.973 Tonnen Käse ausgeführt; im Vergleich zum Vorjahreszeitraum war das ein Zuwachs von 2.292 Tonnen oder 7,1%. Knapp 86% der Schweizer Käselieferungen gingen auf die europäischen Exportmärkte. Exportiert wurden insgesamt 33.353 Tonnen und damit 7,6% mehr als im Vorjahreszeitraum. Deutsche Importeure waren in der ersten Jahreshälfte 2026 wieder einmal die wichtigsten Annehmer. Sie kauften 18.150 Tonnen Schweizer Käse, womit der Vorjahreswert um 3,0% übertroffen wurde. Kräftig zugelegt haben die Ausfuhren nach Italien; mit 8.433 Tonnen waren sie 23,7% höher als im Vergleichszeitraum. Auf Rang drei lag Frankreich, das allerdings seine Käsezukäufe um 4,7% auf 2.534 Tonnen reduzierte.
Zugelegt haben auch die Schweizer Käseexporte in Zielländer außerhalb Europas; hier gab es im Berichtszeitraum einen Zuwachs von 4,6% auf 5.620 Tonnen. Der Großteil davon, nämlich 3.145 Tonnen, ging in die USA. Trotz des Zollstreits mit den Vereinigten Staaten konnten die Eidgenossen die Käselieferungen dorthin stabil halten; im ersten Halbjahr 2025 waren 3.142 Tonnen geliefert worden.
Auch die Importe gesteigert
Ungeachtet der Erfolge im Exportgeschäft ist die Schweiz weiterhin ein Nettoimporteur von Käse. Von Januar bis Juni 2026 kauften die Eidgenossen 42.156 Tonnen Käse ein, womit der Vorjahreswert um 1.580 Tonnen oder 3,9% übertroffen wurde. Mit 19.100 Tonnen entfiel der größte Teil davon auf Frischkäsesorten und Quark. Größter Käselieferant für die Schweizer war im Berichtszeitraum Italien mit 2.826 Tonnen, gefolgt von Deutschland mit 1.976 Tonnen und Frankreich mit 1.058 Tonnen. AgE
