Teurere Lebensmittel verändern Kaufverhalten
Die Verbraucher in Deutschland passen ihr Einkaufsverhalten mehr und mehr an die steigenden Preise im Lebensmittelbereich an. Das zeigt der jetzt veröffentlichte „Konsummonitor Preise“ des Handelsverbandes Deutschland (HDE).
Die Kunden achteten mehr auf Sonderangebote und verzichteten bei bestimmten Produktgruppen eher einmal auf den Kauf, berichtete HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am vergangenen Freitag (3.6.) in Berlin. Zudem bleibe weniger Budget für Einkäufe in anderen Sortimenten wie Bekleidung übrig. „Die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des russischen Kriegs in der Ukraine steigenden Lebenshaltungskosten haben schwerwiegende Folgen für das Verbraucherverhalten“, so Genth. Der HDE-Konsummonitor zeige, dass Preissteigerungen von mindestens 94 % der Konsumenten wahrgenommen würden. Dabei liege die persönlich gefühlte Steigerung deutlich über der tatsächlichen. In der Folge achteten 80 % der Befragten beim Lebensmittelkauf stark auf den Preis. Selbst in der Gruppe mit monatlichem Haushaltseinkommen ab 4 000 Euro seien es fast zwei Drittel. Rund 85 % der Verbraucher schauen laut Genth aktuell verstärkt auf Sonderangebote; in der Einkommensgruppe bis monatlich 2 000 Euro seien es mehr als 91 %. Im HDE-Konsummonitor werde zudem deutlich, dass viele Verbraucher beispielsweise bei Spezialitäten und Delikatessen sowie Spirituosen und Wein derzeit aus finanziellen Gründen eher zurückhaltend zugriffen. AgE

