Verkauf des Milch- und Frischegeschäfts
Lactalis und die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) unterzeichnen Vertrag über den Verkauf des Milch- und Frischegeschäfts von der BMI
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Die Lactalis Gruppe und die Bayerische Milchindustrie eG (BMI) haben einen Vertrag über den Verkauf des Geschäftsbereichs Frische der BMI mit den Produktgruppen Frischmilch, Joghurt, Quark, Sahne, Ayran und anderer, sowie der Produktionsstätte in Würzburg (Bayern) unterzeichnet. Der Vertrag beinhaltet die Übernahme regionaler Marken aus Süddeutschland wie Frankenland, Thüringer Land und die ethnische Marke Haydi. Dieser Geschäftsbereich erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 200 Mio. Euro. Durch diese Übernahme will Lactalis eine enge und langfristige Partnerschaft mit den süddeutschen Milcherzeugern aufbauen, um den Markt für regionale Produkte im Lebensmitteleinzelhandel, den nationalen Foodservice und den ethnischen Handel weiterzuentwickeln. „Wir möchten die erfolgreiche Arbeit der BMI fortsetzen, indem wir die regionalen Marken Frankenland, Thüringer Land und Haydi weiterentwickeln. Darüber hinaus möchten wir den Partnerlandwirten gute und nachhaltige wirtschaftliche Perspektiven sichern und gleichzeitig die Position von Lactalis in Deutschland stärken, nur wenige Monate nach der Integration von Leerdammer mit seiner starken Präsenz auf dem deutschen Markt“, sagt Morten Felthaus, Geschäftsführer der Lactalis Gruppe in Deutschland. „Die BMI eG wird sich stärker auf ihre Kernkompetenzen Ingredients und Käse konzentrieren. Deshalb haben Vorstand und Aufsichtsrat der BMI das Angebot der Lactalis Gruppe angenommen und sich entschlossen, die Business Unit Frische zu verkaufen. Wir blicken dieser Transaktion durchweg positiv entgegen“, sagt Thomas Obersojer, Vorstandsvorsitzender der Bayerischen Milchindustrie eG. „Die Zusammenarbeit mit Lactalis stellt für die wechselnden Landwirte eine gute wirtschaftliche Perspektive dar. Für uns ist es wichtig, dass die Milch, die Standorte, die Arbeitsplätze und die Marken in dieser zukunftsfähigen Aufstellung zusammenbleiben.“ Die Genehmigung der Transaktion unterliegt der Kontrolle der deutschen und österreichischen Kartellbehörden. Der Abschluss der Verhandlungen wird für Mitte dieses Jahres erwartet. |
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Über Lactalis Die 85.500 Mitarbeiter der Lactalis Gruppe, die in 52 Ländern und 270 Molkereien und Käsereien weltweit tätig sind, verwerten die Milch in all ihren Formen: Käse, Trinkmilch, Joghurt, Butter und Sahne, Milchzutaten und Ernährung. Lactalis steht im Mittelpunkt des täglichen Lebens von Millionen von Haushalten, bietet Produkte unter weltweit vertretenen starken Marken an und sichert als weltweit größter Akteur im Bereich der Milchprodukte mit geschützter Ursprungsbezeichnung (AOP) den Fortbestand des Know-hows in der Milchwirtschaft. Lactalis, der weltweit größte Molkereikonzern, ist ein französisches Familienunternehmen, das 1933 in Laval gegründet wurde. In Deutschland ist Lactalis durch mehrere Gesellschaften an mehreren Standorten vertreten und vermarktet die starken Marken Président, Salakis, Galbani, Leerdammer und MinusL. Mit der Marke OMIRA Milch vom Bodensee ist Lactalis mit regionalen Milchprodukten aus der Bodensee- und Voralpenregion am Markt vertreten. Lactalis wird von rund 1.400 Milchbauern in Süddeutschland beliefert. Über die Bayerische Milchindustrie eG Die Bayerische Milchindustrie eG ist ein genossenschaftlich organisiertes Molkereiunternehmen mit Sitz in Landshut mit drei Geschäftsbereichen: Ingredients, Käse und Frische. Als eines der größten deutschen Molkereiunternehmen verarbeitet die BMI jährlich 900 Millionen Kilogramm Milch und über zwei Milliarden Kilogramm Molke an sieben Produktionsstätten in Bayern und Sachsen-Anhalt. Der Exportanteil beträgt 49 Prozent. Die BMI, der derzeit über ihre Liefergruppierungen rund 1.200 Milcherzeuger angeschlossen sind, realisierte im Jahr 2020 einen Umsatz von 665 Mio. Euro. |

