Seit 1879 Lebensmittelindustrie und Milchwirtschaft

Zott verleiht Goldene Milchkanne an Milcherzeuger

26. Oktober 2022

Ob tiergerechte Haltung, optimale Futtermittel oder gute Milchleistung: Hinter dem Begriff ‚nachhaltige Milchviehwirtschaft‘ verbergen sich viele Faktoren und Maßnahmen, die den Verbrauchern oft nicht bewusst sind. Die Genuss-Molkerei Zott möchte dies ändern und würdigt daher alle zwei Jahre vorbildliche Betriebe aus ihrem Einzugsgebiet mit der Auszeichnung Goldene Milchkanne.

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es in diesem Jahr keinen großen Festakt zur Verleihung der Goldenen Milchkanne. Die Übergabe fand stattdessen bei den Betrieben vor Ort statt. Hier stellvertretend für alle 15 Gewinner: Die Auszeichnung der Familie Wiedenmann aus Neresheim mit Lehrling Simeon Heinzmann (rechts) für ihre hervorragenden Leistungen in den Kategorien ‚Lebenstagsleistung‘ und ‚Grobfutterleistung‘. Foto: Zott SE & Co. KG

Seit 2014 verleiht die Genuss-Molkerei Zott aus Mertingen die Goldene Milchkanne an vorbildliche Landwirtschaftsbetriebe aus ihrem Einzugsgebiet, das sich über weite Teile Bayerns und das östliche Baden-Württemberg erstreckt. Vergeben wird der mit 1.000 Euro dotierte Preis im Rahmen eines Best-Practice-Wettbewerbs in den vier Kategorien Produktionsumfeld, Tiergesundheit, Lebenstagsleistung und Grobfutterleistung. Im Jahr 2022 wurden insgesamt 15 Preise an 13 Gewinner (Liste der Preisträger s. Seite 3), verliehen:

  • In der Kategorie ,Produktionsumfeld‘ wurden die Betriebe Lorenz Goldhofer und Martin Uhlemayr sowie der Bauernhof Wiedemann ausgezeichnet, da sie in der letzten Zott-Lieferantenbewertung die maximale Punktzahl erreicht hatten. Die hohe Punktzahl spiegelt ein ausgezeichnetes Produktionsumfeld in Bezug auf Haltungsbedingungen, Futter und Fütterung, Hygiene, Dokumentation und Umweltschutz wider.
  • Die Betriebe Roland Winter, Karl Nehmeier, Matthias Klose und Josef Aidelsburger konnten innerhalb eines vorgeschriebenen Zeitraums mit besonders guten Werten hinsichtlich des Gesundheitsstatus ihrer Herde überzeugen und wurden daher mit der Goldenen Milchkanne in der Kategorie ,Tiergesundheit‘ Betrachtet wurden spezielle Faktoren wie die Zellzahl, die den Zustand der Eutergesundheit der Milchkühe beschreibt sowie die Stoffwechselgesundheit.
  • In der Kategorie ‚Lebenstagsleistung‘, in der das Verhältnis von Alter und Milchleistung der einzelnen Kuh bzw. der ganzen Milchviehherde berücksichtigt wird, überzeugten die Betriebe Johannes Knaier, Hans-Josef Landes, Josef Aidelsburger und Wiedenmann GbR. Sie zeichnen sich durch eine tiergerechte Haltung, optimale Fütterung und ein hervorragendes betriebliches Management aus.
  • Die vier Gewinnerhöfe Josef Bissinger, Wiedenmann GbR, Alois Wohlfrom und Leonhard Strauss wurden in der Kategorie ,Grobfutterleistung‘ aufgrund ihres hohen Anteils an natürlichem und selbst angebautem Grobfutter höchster Qualität prämiert. Wesentliche Einflussfaktoren hierauf sind optimaler Pflanzen-anbau, gute Konservierung der Futtermittel sowie effiziente Fütterungs- und Entnahmetechniken.

Zott Qualitätsmilch aus Leidenschaft

Die Auszeichnung Goldene Milchkanne ist Teil des Zott-eigenen Qualitäts- und Nachhaltigkeitsprogramms „Zott Qualitätsmilch aus Leidenschaft“. Es wurde 2013 mit dem Fokus auf die Qualität des Rohstoffs Milch sowie die Bedürfnisse von Mensch und Tier eingeführt und umfasst zahlreiche Projekte und Maßnahmen. So werden unter anderem neue Herangehensweisen bei der Tiergesundheit und der Tierhaltung erprobt, etwa zur Reduktion des Antibiotikaeinsatzes und zur Förderung der Homöopathie im Kuhstall.

„Mit der Auszeichnung werden verschiedene Aspekte der nachhaltigen Milchvieh-wirtschaft gewürdigt und in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, erklärt Christian Schramm, Leiter des Milcheinkaufs bei Zott. „Zudem trägt sie dem gesellschaftlichen Wandel und den veränderten Konsumgewohnheiten der Verbraucher Rechnung, für die das Thema Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft immer relevanter wird. Die ausgezeichneten Höfe zählen bereits zu den Besten der Besten und übernehmen eine Vorbildfunktion für andere“, so Christian Schramm.

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