Zuckerhersteller wieder mit schwarzen Zahlen
In Frankreich haben die Zuckerhersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben. Marktführer Tereos weist für 2021/22 einen Nettogewinn von 172 Mio Euro aus; im Vorjahr hatte unter dem Strich noch ein Minus von 133 Mio Euro gestanden. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) legte zu laufenden Preisen um 47 % auf 682 Mio Euro zu; den Umsatz konnte Tereos 2021/21 um 18 % auf 5,07 Mrd Euro steigern.
Maßgeblich für den Anstieg der Erlöse waren Unternehmensangaben zufolge die höheren Preise in den Segmenten Zucker, Ethanol und Stärke sowie der verbesserte Absatz von Stärke. Im Geschäft mit Zucker und erneuerbaren Energien in Europa erwirtschaftete Tereos im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,90 Mrd Euro; gegenüber dem Vorjahr entsprach das einem Plus von 11 %. Das EBITDA in dieser Sparte belief sich auf 252 Mio Euro, nach 149 Mio Euro im Vorjahr. Getragen wurde der Zuwachs auch in Europa vom Anstieg der Zucker- und Ethanolpreise, wodurch auch die Einbußen der von Vergilbungsviren geprägten vorangegangenen Kampagne kompensiert werden konnten. Auch der Konkurrent Cristal Union kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Nach Angaben der Genossenschaft wurde 2021/22 ein Umsatz von 1,8 Mrd Euro erzielt; das entsprach einem Plus von 6,4 %. Während das EBITDA nur vergleichsweise geringfügig um 5 Mio Euro auf 206 Mio Euro zulegte, konnte der Nettogewinn um 40 % auf 97 Mio Euro gesteigert werden. Unternehmensangaben zufolge wurden in der zugrundeliegenden Kampagne rund 13 Mio t Rüben von einer Anbaufläche von 152 000 ha verarbeitet. Präsident Olivier de Bohan kündigte an, für das laufende Jahr eine Vergütung von 35 Euro pro Tonne Rüben anzustreben, die 2023 nochmals um 5 Euro aufgestockt werden solle. AgE

