Täglich erkranken Millionen Menschen an lebensmittelbedingten Infektionen
Täglich erkranken weltweit etwa 1,6 Millionen Menschen aufgrund von unsicheren Lebensmitteln. In Deutschland werden nur etwa 100 000 Fälle pro Jahr gemeldet, im Tagesdurchschnitt also rund 270. Die Dunkelziffer liege jedoch vermutlich deutlich höher, erklärte der Präsident des Bundesamtes für Risikobewertung (BfR), Prof. Andreas Hensel, vorige Woche anlässlich des „Welttag der Lebensmittelsicherheit“ in Berlin.
Lebensmittelbedingte Infektionen durch Bakterien, Viren oder Keime seien eine Dauerbrenner-Herausforderung, stellte Hensel klar. Diese seien auch für jeden Haushalt ein ernstes aktuelles Gesundheitsproblem. Es sei dem BfR daher ein Anliegen, die Bevölkerung über die Risiken mangelnder Lebensmittelsicherheit aufzuklären. „Das Einhalten weniger Verhaltensregeln kann Krankheiten vermeiden und Leben retten“, betonte Hensel. Dem BfR zufolge gehen die meisten Erkrankungen zwar nur mit milden Symptomen einher und sind schnell überstanden. Dennoch sind vor allem Risikogruppen wie Kleinkinder, Schwangere, ältere Menschen oder Personen mit Immunschwächung gefährdet. Lebensmittelinfektionen könnten gerade bei diesen Gruppen auch schwer verlaufen und in Einzelfällen tödlich enden. (www.instagram.com/bfrde,https://twitter.com/bfrde). AgE